Der Balkanroute-Ticker

Aktuelles zum Thema, zum Mythos „Balkanroute-Schließung“ – Teil V

Illegale Migranten versuchen, ununterbrochen über die so genannte Balkanroute auf allen Wegen – und mit allen (Verkehrs)Mitteln! – in die EU zu gelangen. So z. B. wollten zwei von denen auch am 27. 04. 2019 nach Österreich kommen, indem sie sich unter einem Reise-Bus versteckt haben. Nur aber hatten sie großes Pech dabei gehabt, da sich dieser nämlich schon auf seiner Rückfahrt von Österreich nach Bosnien und Herzegowina befand. Und so landen sie dann ganz ungeplant statt in Österreich in der bosnisch-herzegowinischen Stadt Tešanj. Dort wurden sie schließlich auch entdeckt und an die örtliche Polizei übergeben! Symbolbild: Ivica Stojak.

Angesichts der aktuellen Situationsentwicklungen, die sich von Tag zu Tag auf der so genannten Balkanroute zunächst einmal in Serbien in den letzten Jahren, dann aber in den letzten Monaten in Bosnien und Herzegowina – und in einer immer schärferer Form! – ebenfalls tagtäglich zeigen, habe ich mich entschlossen, werte Leser und werte Leserin, Ihnen in meiner Eigenschaft als Regionaut mit entsprechenden lokalen Sprachkenntnissen eine weitere kurze lokale Schlagzeilen-Übersicht aus den betroffenen Gebieten zu geben.

Die ersten vier Teile haben Sie bereits am 21. Oktober 2018 , am 26. März 2019 , am 05. April 2019 und am 15. April 2019 lesen können. Und hier jetzt die aktuellsten:

– Die Pechsträhne reist einfach nicht ab: Ein mit illegalen Migranten voll beladener slowenischer Kombi-Bus landete vorgestern in der Früh im kroatischen Međimurje* in einem Straßengraben! Neben dem Bus-Fahrer waren in diesem Fahrzeug auch 10 illegale Migranten dabei, die sich zum Glück bei diesem Unglück nur leichtere Verletzungen zufügten. Sie wurden dennoch und zu ihrer eigenen Sicherheit noch im AKH der kroatischen Stadt Čakovac entsprechend medizinisch versorgt.

*Das Gebiet der kroatischen Gespanschaft Međimurje ist bei den Menschenschmuggler sehr beliebt, da sich nämlich dort sehr viele Wege und Straßen befinden, die mehr oder weniger direkt oder indirekt nach Slowenien führen! Quelle: Bosnische Tageszeitung „Dnevni avaz

– Der aktuelle Leiter der Gespanschaft Primorje-Gorski Kotar in Kroatien, Hr. Zlatko Komadina, hat vorgestern davor gewarnt, dass die Grüne Grenze zu Republik Bosnien und Herzegowina immer schwieriger zu kontrollieren wird. Denn mit dem Frühlingsbeginn wird der Druck der illegalen Migration immer größer! Aus diesem Grund verlangt er von der aktuellen kroatischen Regierung zusätzliche Polizeikräfte für seine Gespanschaft! Quelle: kroatischer Nachrichtenportal „dnevnik.hr

– Bei Bosanska Kostajnica wurden zwei Personen aus Bihać wegen Menschenschmuggel festgenommen. Bei einer Routinekontrolle wurden nämlich in ihrem Wagen sechs illegale Migranten gefunden: fünf aus Pakistan und eine aus Indien! Quelle: Bosnischer Nachrichtenportal „klix.ba

– Die Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina hat Anklage gegen Hr. L. Miličević aus Trebinje wegen Menschenschmuggel erhoben. Herr Miličević hatte im Februar dieses Jahres versucht, vier aus Monte Negro nach Bosnien und Herzegowina illegal eingereiste Migranten in die EU zu schmuggeln! Quelle: Bosnischer Nachrichtenportal „klix.ba

– Der bosnisch-herzegowinische Kanton Una-Sana: Laut der dortigen Gesundheitsministerin befindet sich in diesem Kanton eine große Anzahl von süchtigen und HIV-positiven illegalen Migranten!

* Die meisten von ihnen und von anderen kranken Migranten werden im dortigen kantonalen Krankenhaus (KH) kostenlos behandelt. So konnten sie auf diese Art und Weise allein von diesem KH in der letzten Zeit über 50.000 diverser medizinischer Dienstleistungen in Anspruch nehmen.**

Darüber hinaus:- und bedingt teilweise auch durch massenhafte Schlägereien! – müssen seitens des KH auch fast täglich diverse Verletzte behandelt werden. Außerdem wird der dortige Rettungsdienst mittlerweile schon zu 80% von Migranten und nur 20% von einheimischen Bevölkerung in Anspruch genommen!

* Großfahndung nach einem minderjährigen und HIV positiven Migranten, der in Bihać ein Mädchen vergewaltigt hat!

** Dies führte zu einer enormen Verschuldung des Krankenhauses. Seine Verschuldung beträgt gegenwärtig ca. 13. Millionen KM (ca. 6,5. Millionen EUR)

***An so einer massenhaften und erst vor einigen wenigen Tagen stattgefundenen Schlägerei waren laut der Gesundheitsministerin fast 300 Migranten beteiligt!

Quelle: Bosnischer Nachrichtenportal „vijesti.ba

– Das Parlament von Bosnien und Herzegowina hat eine Dringlichkeitskonferenz einberufen, um einen neuen effektiveren Steuerungsmechanismus gegen illegale Migration einzuführen! Quelle: Bosnischer Nachrichtenportal „vijesti.ba

– Durch die bosnische Stadt Tuzla marschieren täglich fast 100 Migranten hindurch. Sobald sie aber dort registriert werden gehen sie weiter nach Sarajevo! Laut einem dortigen freiwilligen Helfer, der im Herbst des letzten Jahres die ersten Migranten vor Ort in Empfang genommen hat, kommen diese auch weiterhin dort an, übernachten einfach in den städtischen Parkanlagen, in den verlassenen Häusern.

Seitdem er im Einsatz ist, sind laut seinen Angaben über 3.000 Migranten dort durchmarschiert. Quelle: Tageszeitung „nezavisne.com

– Der Innenminister vom Kanton Sarajevo Admir Katica: „Seit 1. März 2018 bis zum 31. Januar dieses Jahres, d. h. innerhalb nur 11 Monate, haben Migranten im Kanton Sarajewo 56 verschiedene Straftaten begangen. Dabei überwiegen Eigentumsdelikte!“ Quelle: Bosnischer Nachrichtenportal „klix.ba

– Das serbische Innenministerium teilte am 10. 05. 2019 in einer Aussendung mit, dass seine für die Bekämpfung von organisierten Kriminalität zuständigen Einheiten 7 Personen wegen des Menschenschmmugels festgenommen haben. Diese wurden konkret beschuldigt, seit Dezember 2018 bis Anfang April 2019 eine große Zahl von illegalen Migranten afroasiatischer Abstammung nach Kroatien bzw. weiter in die EU auf illegalen Wegen gebracht zu haben. Quelle: Bosnischer Nachrichtenportal „vijesti.ba

– Der slowenische Premierminister Marjan Šarec denkt darüber nach, neuen Grenzzaun auf der slowenischen Grenzen zu Kroatien aufzustellen. Denn allein seit dem Jahresbeginn hat die slowenische Polizei schon 3022 illegale Grenzübertritte registriert. Doppelt so viele als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres! Quelle: kroatischer Nachrichten Portal „narod.hr

– Slowenien: eine Gruppe von illegalen Migranten hat auf dem Gebiet der slowenischen Bela Krajina einen 79 Jahre alten Winzer in seinem Weinberg überfallen, überwältigt, gefesselt, in den Gepäckraum seines Wagens gesteckt und anschließend versucht, mit ihm über die Grenze nach Italien zu kommen. Quelle: Slowenischer Nachrichten Portal „24ur.com“ bzw. Kroatischer Nachrichten Portal „narod.hr

– Velečevo bei Ključ: 37 Migranten verbrachten noch eine Nacht im Freien! Laut den Helfern des Roten Kreuzes aus Ključ sind durch den dortigen improvisierten Sammelkamp schon insgesamt 2.500 Menschen durchmarschiert! Quelle: Bosnische Tageszeitung „Dnevni avaz

– Kanton Herzegowina-Neretva: Migranten immer aggressiver und aggressiver. Polizei in größten Schwierigkeiten! Denn sie muss im Zusammenhang mit der dortigen Migrantenflut fast täglich intervenieren. So hat sie alleine schon in der Zeitspanne vom 18. 05. bis 30. 04. 2019* über 118 Amtshandlungen durchführen müssen. Neben der Störung der öffentlichen Ruhe waren dabei auch 24 Diebstähle, schwere Diebstähle, diverse Sachbeschädigungen, Gewalt gegen Amtspersonen an der Tagesordnung.

Ein weiteres großes Problem für die dortige Polizei sind falsche Identitätsangaben, die seitens Migranten gemacht werden, wenn sie bei einer Straftat erwischt werden. Aus diesem Grund kommt es nicht selten in der Polizeievidenz bzw. im polizeilichen Strafregister vor, dass eine und die gleiche Person unter verschiedenen Namen schon mehrfach registriert wurde.

*in diesem Zeitraum hat die Polizei aus diesem Kanton selbst weitere 330 illegale Migranten auf ihrem eigenem Zuständigkeitsgebiet aufgegriffen, so dass sie neben den ganz offiziellen und in einem entsprechenden Sammelzentrum unter- und aus dem Kanton Sarajewo hierher gebrachten 297 Migranten, ebenfalls diese zusätzlich zu betreuen hat! Quelle: Bosnischer Nachrichtenportal: „klix.ba

Kanton Sarajewo. Polizeikommissar Milorad Bašić: „Migranten möchten nicht mit uns zusammen arbeiten. Denn sie sprechen mit uns absichtlich nur in jenen Sprachen, für die wir keine Dolmetscher haben!“ In den letzten Tagen haben Migranten im Kanton Sarajewo mehrere Einheimischen angegriffen und ausgeraubt.

Darüber hinaus hat einer von ihnen versucht, mit dem Sprung über den Sicherheitszaun des Flughafens in Sarajewo die dortige Sicherheitskontrollen zu umgehen und somit ganz illegal ans Bord eines Austrian-Airlines-Flugzeuges zu kommen, um so nach Wien leichter zu gelangen.

Aus diesem Grund meldete sich zum Wort Kommissar Bašić und beteuerte dabei, dass die Polizei dieses Kantons alles tut, um die besagten Vorfälle möglichst schnell aufzuklären und darüber hinaus in Zukunft rechtzeitig präventiv zu handeln! Quelle: Bosnischer Nachrichtenportal: „klix.ba

– Kroatien. Begovo Razdolje: Migranten brachen in 5 verschiedene Häuser ein.

Einwohner des kroatischen Bergdorfes Begovo Razdolje sind zur Zielscheibe von illegalen Migranten geworden! Eine der betroffenen Ortsbewohnerinnen berichtet: „Sie haben bei mir zwei Türe, einen Schrank zerstört, diverse Kleidungstücke, Schuhen, Reisetaschen geklaut. Aber am meisten tut weh, dass sie alle alten Fotos von meinen Kindern, von ihrer Erstkommunion, die sie im Haus gefunden haben, zerrissen und das sich im Haus immer bis dato befindliche Kruzifix zerstört haben!“

„Von mir gibt es keine Unterstützung mehr!“

„Ich bin traurig, verbittert, sprachlos! Es ist einfach zu schwer für mich. Ich habe bis jetzt immer großes Mitleid mit ihnen gehabt, aber als ich jetzt gesehen habe, was sie alles machen, ich kann noch nur eines sagen: von mir gibt es in Zukunft keine Unterstützung mehr!“ sagt die Frau Mirna Jardas aus Begova Razdolja. Quellen: www.jabuka.tv bzw. vijesti.rtl.hr

Siehe in diesem Zusammenhang u. a. ebenfalls:

– Schlepperei. Mann aus Linz-Land in Slowenien festgenommen! Quelle: BezirksRundschau. Bericht vom 06. 04. 2019.

– „Wir, die Kommission, werden alles tun, dass den Worten Taten folgen. Ein Beispiel dafür sind die wöchentlichen Telefonkonferenzen mit den Ländern entlang der Westbalkan-Route, in denen es um die Koordinierung ganz konkreter Hilfen wie Heizungen oder Decken geht!” – Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission

Zitiert nach: Norbert Blum. Aufschrei – Wieder die erbarmungslose Geldgesellschaft. Ein Pamphlet. WESTEND Verlag GmbH. eBook Edition, Frankfurt/Main 2016. S. 126 – 127

Er will „mehr Unterstützung“ für Anrainerstaaten der so genannten Balkanroute organisieren, auf der hunderttausende Flüchtlinge nach Europa strömen.

FORTSETZUNG FOLGT!